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Braving the elements

Gratulation für einen denkwürdigen Sieg am längsten und wohl heißesten Tag des Sommers. Unter extremen Bedingungen sorgte Jan Frodeno beim Ironman European Championship in Frankfurt einmal mehr für einen beeindruckenden Erfolg. Jan konnte die Ironman-Europameisterschaft in der Main-Metropole nach den Jahren 2015 und 2018 bereits zum dritten Mal für sich entscheiden. In einem dramatischen Rennen bezwang er die Hitze von Frankfurt in 7:56:02 Stunden vor Sebastian Kienle und Franz Löschke als Erster. Damit unterstrich der zweimalige Ironman-Weltmeister seine Ambitionen auf einen erneuten WM-Triumph im Oktober auf Hawaii.

Ironman Frankfurt Jan Frodeno 2019 Ryzon

The race

Um 6:25 Uhr starteten die Athleten die Ironman-EM mit dem 3,8 Kilometer langen Schwimmabschnitt. Gleich von Beginn ging Jan das Rennen im 25 Grad warmen Wasser von vorne an und konnte sich leicht von der Konkurrenz absetzen. Nach 47 Minuten kam er folgerichtig als erster aus dem Wasser und machte sich als Führender auf die 180 Kilometer lange Radstrecke. Sein stärkster Kontrahent an diesem Tag, Sebastian Kienle, folgte ihm mit schmerzverzerrtem Gesicht. Grund war eine Glasscherbe, die er sich in Wechselzone 1 in die Ferse gelaufen hatte. Auch bei Jan sorgte eine heikle Szene auf dem Rad für einen Schockmoment. Durch einen Verbremser, ausgelöst durch eine Irritation durch das Führungsmotorrad, landete der Titelverteidiger des letzten Jahres kurzzeitig abseits der Strecke und verlor seine Verpflegung. „Das Führungsmotorrad war plötzlich vor mir auf der Ideallinie, wodurch ich mich verbremst habe und hinten leicht ins Schleudern geraten bin. Da hatte ich eine Menge Glück“, war er nach Rennende sichtlich erleichtert. Nachdem Kienle trotz seiner Verletzung auf ihn aufschließen konnte fuhren beide gleichzeitig in Wechselzone 2 ein, wo sich Kienle zunächst die Scherbe entfernen lassen musste. Nachdem Jan sich fairerweise nach seinem Kontrahenten erkundigt hatte, ging es für ihn auf die 42,195 Marathon-Kilometer. Obwohl Kienle zwischenzeitlich noch einmal aufschließen konnte, setzte er sich hier final ab und kam als erster ins Ziel bei der Hitzeschlacht von Frankfurt.
 

An overwhelmed winner

Die Strapazen des extremen Rennens waren Jan am Zielbereich sichtlich anzumerken. Dennoch war er überglücklich über die gelungene Generalprobe für Hawaii: „Da ist heute so viel passiert, so viel Drama. Ich glaube, dass war eines meiner schönsten Rennen heute, auch wenn es jetzt gerade mit das Ätzenste ist. That’s racing.“ Mit dieser Leistung unter Extrembedingungen demonstrierte Jan seine Stärke und zeigte, dass in Kona mit ihm zu rechnen sein wird. Er selbst übte sich jedoch in Zurückhaltung in Hinblick auf Hawaii: „Ehrlich gesagt, habe ich mich in der Hitze noch ziemlich gebrechlich gefühlt. Da ist noch Luft nach oben bis Kona.“ Bevor es am 12. Oktober zum Showdown beim prestigeträchtigen Ironman auf Hawaii kommt, wird er zuvor bei dem Ironman 70.3 Gdynia starten. Zunächst heißt es sich jedoch erst einmal zu regenerieren – um die nächsten großen Aufgaben mit einem kühlen Kopf angehen zu können.