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What keeps you running?

Der Film "What keeps you running" möchte eine Antwort auf eben diese Frage geben. Was genau ist es, was Athleten dazu bewegt nie aufzugeben und Tag für Tag neue Motivation zu schöpfen? Der Nachwuchsläufer, Jonathan Dahlke, ist einer dieser Sportler, denen es täglich gelingt Grenzen auszutesten und sich anzutreiben – mental immer einen Schritt voraus zu sein, ambitioniert und motiviert.

https://vimeo.com/322223924

Jonathan Dahlke im Interview

Der 24-Jährige hat schon so einiges erlebt in seinem noch jungen Sportlerleben. Nach dem Abitur bekam der gebürtige Kölner durch ein Sportstipendium die Chance geboten in ein neues Leben aufzubrechen. Diese nutzte er sofort. An einer amerikanischen Universität in North Carolina studierte er vier jahrelang Psychologie, entwickelte sich als Mensch und vor allem als Sportler aufgrund der gegebenen Möglichkeiten rasant. Er lernte sich persönlich intensiver kennen, wurde professioneller und versuchte in sich hineinzuhorchen, um auf und neben der Strecke die richtigen Entscheidungen treffen zu können.
Im Interview mit uns, spricht der aktuelle Sportpsychologie-Student über seine Verbindung zu Ryzon, seinen inneren Antrieb und versucht die Frage des Films zu beantworten. Außerdem gibt er wertvolle Motivationstipps…

Vier Jahre in den USA haben sicherlich ihre Spuren hinterlassen. Welchen Einfluss hatte der Auslandsaufenthalt auf den Läufer Jonathan Dahlke?

Jonathan Dahlke (JD): Vor allem die Chance dort als Teil einer großen Trainingsgruppe täglich motiviert zu werden, war ein wichtiger Aspekt. Aber auch persönlich habe ich meine Einstellung zum Sport vor Ort grundlegend verändert. Ich habe wenige Störfaktoren zugelassen, war ganz bei mir selbst und habe gelernt konstant und professionell meine Ziele zu verfolgen.

Was waren deiner Meinung nach die Gründe für dieses Umdenken?

JD: Ich denke sowohl die Gemeinschaft der Trainingsgruppe, die einen immer wieder gepusht hat, als auch mein Charakter waren hierfür verantwortlich. Ohne den inneren Antrieb geht es nicht. Man muss bereit sein, sich immer wieder aufs Neue steigern zu wollen und seine Grenzen auszutesten.

Deine Karriere als Läufer hat mit einem Tiefschlag begonnen – Eines der ersten Rennen in deiner Kindheit, musstest du aufgrund eines Zusammenbruchs aufgeben. Was hat dich dazu bewogen weiterzumachen?

JD: Nach diesem Vorfall hatte ich zunächst mit einer mentalen Blockade zu kämpfen, die mich darin gehindert hat auf die Strecke zurückzukehren. Die Neugierde mich selbst zu entdecken, hat mich aber scheinbar nie losgelassen. So habe ich meine Leidenschaft für diesen Sport nach einer Auszeit wiederentdeckt und seither nicht wieder in Frage gestellt. Es kann meiner Meinung nach im Sport oftmals kontraproduktiv sein zu viel nachzudenken. Man muss sich von seinem Rhythmus treiben lassen und das Optimum aus sich herausholen wollen – dann erübrigen sich meistens die Zweifel.

Es sind bei mir die Momente, in denen ich in mich gekehrt bin, auf den Takt meiner Schritte höre und meinem eigenen Rhythmus folge.“

Ryzon steht für den besonderen Momente dort draußen. Kannst du diese Momente für dich beschreiben?

JD: Es sind bei mir die Momente, in denen ich in mich gekehrt bin, auf den Takt meiner Schritte höre und meinem eigenen Rhythmus folge. Ich trainiere oft allein, wodurch ich mich häufig in solchen Situationen wiederfinde. Sei es spät abends im Regen durch die Stadt, oder früh morgens beim Waldlauf im Nebel. Diese Augenblicke, in denen man keine Menschenseele sieht. Und sich nur auf sich selbst konzentriert, um seine Ziele erreichen zu können.

Um diese Momente zu erleben, bedarf es Durchhaltevermögen und den Willen Grenzen auszutesten. Wie gehst du damit um?

JD: Ich glaube, dass es niemandem leicht fällt sich an seine mentalen und physischen Grenzen zu bringen. Speziell Ausdauerathleten trainieren immer am Limit ihrer Möglichkeiten. Dabei ist es wichtig hin sich zuhören und nicht zu überdrehen. Dadurch ist es ein schmaler Grat das optimale Maß zu finden. Selbst für die Besten dürfte es nicht einfach sein. Die Kunst ist es, sich immer wieder aufs Neue dazu motivieren zu können. Das ist der Reiz, dem wir Athleten ergeben sind. Und die Herausforderung, der wir uns täglich stellen.

Für uns spielen bei der Entwicklung unserer Produkte auch die Umgebung sowie die Bedingungen, in denen wir uns bewegen, eine zentrale Rolle. Welchen Stellenwert nehmen diese Aspekte für dich ein?

JD: Im Idealfall ergänzen sich die Laufumgebung und meine gesteckten Ziele optimal. Demnach spielt die Wahl der Strecke auch für mich eine bedeutende Rolle. Die Ruhe der Natur ist dabei natürlich ein entscheidender Faktor, warum ich gern im Grünen laufe. Auch auf die sich wechselnden Witterungsverhältnisse, muss ich mich als Athlet immer wieder neu einstellen. Ich bin aber keiner der dem aus dem Weg geht. Genauso bin ich bei der Wahl der Strecke flexibel, soweit es denn möglich ist. Aufgrund der überschaubaren Größe kannte ich in meiner Heimatstadt in den USA wirklich jeden Weg. Der Vorteil an einer gewissen Monotonie der Strecke – Kopf aus und rollen lassen.

Ein zentrales Thema unseres Films mit dir, ist der innere Rhythmus eines Athleten. Welche Bedeutung hat dieser für dich?

JD: Um seinem Rhythmus folgen zu können, muss man ihn erst einmal finden. Das ist etwas, was nicht von heute auf morgen funktioniert. Es resultiert aus Erfahrungen mit sich selbst auf der Strecke. Hat man ihn gefunden, gibt es kaum etwas Besseres für einen Athleten. Du weißt dich einzuschätzen, kannst dich fallen lassen. Dein Rhythmus bestimmt das Tempo und lässt dich funktionieren. Man muss lernen auf sein Inneres zu hören. Dann sind Musik, Zeiten oder andere Orientierungshilfen kaum notwendig. Der Film bringt genau diesen Aspekt auf den Punkt.

„Was mich immer weitermachen lässt, ist mein ständiges Verlangen danach die eigenen Grenzen auszutesten.“

Der Name des Films „What keeps you running?” ist gleichzeitig auch die übergeordnete Frage, die er beantworten möchte. Wie ist deine Antwort auf diese Frage?

JD: Was mich immer weitermachen lässt, ist mein ständiges Verlangen danach die eigenen Grenzen auszutesten. Titel und Erfolge sind für mich dabei zweitranging. In erster Linie möchte ich aus meinem gegebenen Potenzial, meinem Talent, das Bestmögliche herausholen. Auch wenn es manchmal undankbar sein kann, alleine zu gewissen Uhrzeiten dort raus zu gehen und sich dieser Herausforderung zu stellen, treibt sie mich doch immer wieder aufs Neue an. Ich möchte einfach die beste Version von mir selbst sein.

Was möchtest du Leuten mitgeben, denen es schwer fällt sich immer wieder zu motivieren?

JD: Geht es step-by-step an. Ihr braucht ein Ziel, eine Intention, die ihr verfolgen könnt. Seid dabei ehrlich zu euch selbst und definiert sie realistisch. Danach ist Konstanz wichtig. Zeigt Durchhaltevermögen und belohnt euch, indem ihr euch kleine Zwischenziele steckt, die ihr kurzfristig erreichen könnt. Wollt ihr, wie ich, gern allein laufen, dann müsst ihr euer eigener Motivator sein. Das geht nur indem ihr eure Ziele immer klar vor Augen habt. Orientiert euch nicht an anderen: Es geht um euch selbst.

Jonathan Dahlke der Triathlet – vorstellbar?

JD: Die Faszination Triathlon macht für mich der ständige Rhythmuswechsel aus und die vielseitigen Bewegungsformen, die man ausführen muss. Da ich wahrscheinlich beim Schwimmen scheitern würde, bleibe ich zunächst einmal bei meiner Kerndisziplin, sage aber niemals nie. 

 

Produced by CERULEAN FILM COLLECTIVE
artist. JONATHAN DAHLKE
director. LUTZ STAUTNER
director of photography. ALEJANDRO GOMÉZ
assistant director. MARVIN KÜHNER
assistant camera. MAXIMILIAN HÖLLER
editor. LUTZ STAUTNER
colorist. MORITZ BASTIAN
music. MATTHIAS HAUCK & NEPOMUK HELLER