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Ryzon Project Horizon // Marc Maurer Header Image

Project Horizon // Marc Maurer

Welcome to the tribe. Wir freuen uns sehr, Marc Maurer, aus der Ryzon Heimat Köln, im Project Horizon Team begrüßen zu dürfen. Marc distanziert sich von verbissenem Leistungsdruck und fokussiert sich stattdessen darauf, was ihn glücklich macht: als begeisterter Bikepacker ist er immer auf der Suche nach neuen Abenteuern, fremden Routen und spannenden Ländern, die er auf seinem Fahrrad entdeckt. So kombiniert er seine Leidenschaften, die Bewegung, die pure Natur und das Reisen. Lernt Marc im folgenden Abschnitt, in dem er selbst darüber spricht, was ihn antreibt, kennen.

Wer bin ich?
Ich bin Marc, 39 Jahre, lebe in Köln. Ich habe in Bonn Geografie und Asienwissenschaften studiert, arbeite nun aber seit über 10 Jahren freiberuflich im Veranstaltungs- und Messebereich.


Was mache ich?
Das freiberufliche Arbeiten ermöglicht mir, in normalen Zeiten den Winter über durchzuarbeiten, damit ich im Sommer aufbrechen und die Welt erkunden kann.
Ich bin Weltenbummler, Abenteurer, Bikepacker und liebe es die Welt in kleinen und großen Abenteuern mit meinem Rad zu bereisen.


Warum mache ich es?
Zum Bikepacking bin ich nach einer zweijährigen Rucksacktour durch Asien gekommen. Ich fand es irgendwann langweilig mit Bus und Bahn durch die Gegend zu fahren, ich wollte selbstbestimmt und ohne Zeitplan reisen und mich nicht an irgendwelche Abfahrtspläne halten müssen. 
So habe ich meine beiden Leidenschaften – Reisen und Sport – miteinander verbunden, mir ein Rad zusammengebaut, Equipment besorgt und bin einfach los auf meine erste große Radtour. Zum ersten Mal alleine mit dem vollgepackten Rad Richtung Osten. Von Köln nach Istanbul. Noch keine Ahnung von dem ganzen Radreise-Thema (der Begriff „Bikepacking“ existierte da noch nicht wirklich), noch kein Smartphone oder Navi, keine feste Route, kein wirkliches Zeitlimit. Alles neu und spannend.
Der Plan war von Istanbul mit dem Flugzeug wieder nach Hause zu fliegen. Als ich dann aber in Istanbul ankam, änderte ich meinen Plan und beschloss wieder mit dem Rad zurückzufahren. Es hätte sich einfach nicht richtig angefühlt in ein Flugzeug zu steigen, um wieder nach Hause zu kommen. Es schien zu einfach, zu langweilig. Ich wollte nur weiter auf meinem Rad sitzen und sehen was hinter der nächsten Kurve oder dem nächsten Berg auf mich wartet. Das Radreisefieber hatte mich gepackt und hat mich seitdem nicht wieder losgelassen.
Es folgten verschiedene mehrmonatige Touren, z.B. durch den Kaukasus und durch Zentralasien.
Mittlerweile bin ich mit meinen Rädern eigentlich fast nur noch abseits der Straße unterwegs. Ich möchte einfach Spaß beim Radfahren haben, die Natur genießen und mich nicht ständig von Autos bedrängt fühlen.


Wofür will ich stehen?
Der ständige Leistungsgedanke widerstrebt mir.
Ich möchte unabhängig von Bestzeiten oder Vergleichen unterwegs sein. Es kommt mir nicht auf Zahlen an, nicht darauf, wie weit oder wie hart ich gefahren bin. Es kommt darauf an, Freude dabei zu haben, es zu genießen und eine gute Zeit zu haben. Alleine oder mit Freunden.
Sobald ich auf meinem Rad sitze, spüre ich die totale Freiheit und Unabhängigkeit.
Ich liebe das Gefühl auf einem gepackten Rad zu sitzen, alles Nötige dabei zu haben und  ins Unbekannte aufzubrechen. In der Lage zu sein Abenteuer erleben zu können, fremde Kulturen näher kennenzulernen und die Natur zu spüren ist etwas ganz Besonderes. 
Es ist schön andere Menschen zu inspirieren, das Gleiche oder ähnliche Dinge zu erleben. Ihnen die Angst vor dem Neuem, dem Unbekannten zu nehmen, sodass sie mutig in neue Abenteuer starten können.

Im Juni war Marc mit seinen Freunden beim Veneto Trail unterwegs. Das Bikepacking-Event für Mountainbiker fand in Italien statt und hier könnt ihr lesen, wie er das Abenteuer und die gemeinsame Zeit erlebt hat.

 

Unsupported Adventure 

Endlich. Es geht wieder los. Ein anderes Land, andere Sprachen, andere Gerüche, anderes Essen. Nach längerer Zeit und den pandemiebedingten Reisebeschränkungen packen wir endlich wieder unsere Räder, verladen diese in den Van und fahren nach Citadella (Italien), um am Veneto Trail teilzunehmen.
Der Veneto Trail ist ein „unsupported bikepacking adventure“ für Moutainbikes.
450 Kilometer und 10.000 Höhenmeter stehen uns in einer der schönsten Ecken Italiens, über die Po-Ebene bis zu den Dolomiten, bevor. 
Es ist kein Rennen, es gibt kein Zeitlimit. Es ist einfach ein mit Hingabe gemachtes Bikepacking-Event, bei dem man seine Grenzen und die des Materials testen kann.
Wir haben für den Trail ausreichend Zeit eingeplant, um den ersten Trip seit längerer Zeit richtig genießen zu können. Fünf Tage sind realistisch und entspannt bei dem Wetter und Gelände.
Schon der erste Anstieg zum Monte Grappa hat es in sich. Auf technisch durchaus anspruchsvollen Singletrails geht es bei 30 Grad von Meereshöhe auf über 1700 Meter Höhe bergauf. Der folgende Downhill lässt alle anfänglichen Flüche vergessen und alle haben ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Wir lassen den Tag mit Pizza und Bier ausklingen und legen uns neben einer alten Kirche zum Schlafen hin. Die Auswahl des Schlafplatzes ist nicht wirklich optimal, da uns die Kirchenglocken jede volle Stunde aus dem Schlaf reißen. Wieder was gelernt.
Nach einer unruhigen Nacht treten am folgenden Tag die ersten technischen Probleme auf. Das Material leidet bei den heftigen Geröllabfahrten schon deutlich. Andrea, der Veranstalter, empfiehlt nicht umsonst ein gefedertes Mountainbike für den Trail. Es ist aber auch mit unseren Rädern durchaus fahrbar. Wir sagen uns einfach immer wieder: “Jedes Bike ist ein Mountainbike”. Meine mechanischen Bremsen sehen das trotzdem etwas anders und kommen das ein oder andere Mal wirklich an ihre Grenzen.

 

Der dritte Tag ist landschaftlich und streckenmäßig der spektakulärste des gesamten Veneto Trails. Es geht stetig steil bergauf, wobei hinter jeder Kurve ein weiterer atemberaubender Blick auf die Dolomiten wartet. Es geht auf 2277 Meter hinauf, den höchsten Pass des gesamten Trails. Teilweise ist es so steil, dass man mehr schiebt als fährt. Der letzte Teil des Passes ist wirklich rough, wir müssen unsere Räder für mehrere hundert Meter tragen und wünschen uns Wanderschuhe statt Radschuhen mit Klicksystem.
Oben angekommen genießen wir die Aussicht für einen Moment und machen uns dann auf die spektakuläre Abfahrt.
Danach decken wir uns mit Essen und Bier für den Abend ein und nehmen die letzten Anstiege des Tages in Angriff. Wir halten Ausschau nach geeigneten Übernachtungsplätzen und finden, als es schon dunkel wird, tatsächlich eine Schutzhütte. Da die Wolken immer dichter und dunkler werden, sind wir überglücklich diese Hütte entdeckt zu haben. Sie hat sogar einen Ofen und wir können unsere feuchten, verschwitzten Klamotten trocknen.
Mit einem lockeren Downhill starten wir in den vierten Tag und legen eine lange Frühstückspause ein. Perfekt um Handys, Kameras und Navis wieder aufzuladen. Aufgrund von Erdrutschen ist der offizielle Trail nicht befahrbar, sodass wir auf die Straße ausweichen müssen und schnell vorankommen.
Wir werden durch kurze Hagelschauer überrascht und müssen mehrmals Schutz suchen.
Aufgrund des Wetters entscheiden wir uns den letzten großen Pass des Trails am nächsten Morgen erst zu erklimmen.    
Wir erreichen ein Skigebiet, das im Sommer nahezu verlassen ist. Nach einem ordentlichen Abendessen und einigen Bier suchen wir uns ein verlassenes Haus, um dort – geschützt vor Hagel und Sturm – die Nacht zu verbringen.
Am nächsten Morgen starten wir früh und warten lange darauf, dass die einzige Espressobar öffnet. Nur, um dann festzustellen, dass die Bar heute Ruhetag hat. Also ohne Frühstück und Kaffee auf den 1611 Meter hohen Pass. 
Die Abfahrt hat es nochmal in sich. Grobe Schotterpassagen sowie rutschige, feuchte Singletrails benötigen nochmal unsere ganze Konzentration.
Bis zum Ziel verbleiben 70 Kilometer und wir haben nur noch die sogenannten „Prosecco Hills“ vor uns. Diese erscheinen winzig und einfach im Vergleich zu den Bergen der Vortage. Kurze, heftige Anstiege bei 35 Grad erwarten uns. Nicht nur die Anstiege verlangen uns nochmal alles ab, auch die Geröllabfahrten sind technisch und teilweise wirklich steil. So steil, dass ein Mitfahrer dabei schwer stürzt und der Veneto Trail für ihn und uns damit vorbei ist. Was für ein Ende eines ansonsten tollen Trips und tollen Events.
Da wir den Veneto Trail durch diesen schweren Unfall nicht zu Ende fahren konnten, müssen wir wohl nächstes Jahr wieder kommen und die Sache zu Ende bringen. Vielleicht dann auch mit einem vollgefederten Mountainbike.

Die perfekte Ausrüstung 

Was braucht man bei einem Trip, wie dem Veneto Trail? Unser Projekt Horizon Ambassador hat auf folgende Produkte gesetzt und war auf alle Wetterlagen auf und abseits des Rads vorbereitet. Folgende Produkte hatte er im Gepäck:

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