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Project Horizon // A tectonic adventure

Rausgehen. Die Schönheit der Natur genießen und sich von atemberaubenden Landschaften berauschen lassen. Das Gefühl von Lebendigkeit empfinden. Mit diesen Zielen begaben sich unser Project Horizon Athlet Pana Mogren und der Fotograf Florian Bison im Sommer 2019 auf ein ganz besonderes Backpacking-Abenteuer: Island von Nord nach Süd, etwa 670 km entlang des Mittelatlantischen Rückens. Ein Gebiet mit großer plattentektonischer Aktivität – dort, wo die Nordamerikanische Platte und die Eurasische Platte kontinuierlich auseinander driften und so über Jahrtausende eine einzigartige Landschaft geschaffen haben. Ein Bike-Trip in einem Land, dass Eis und Feuer vereint. Und für seine unkalkulierbaren Naturgewalten bekannt ist.

“Bei diesem Projekt geht es darum, sich lebendig zu fühlen.” – Pana Mogren

Ein ungleiches Duo

Das Abenteurer-Team bestand aus zwei ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten: dem Schweden Pana Mogren, der schon ähnliche Touren geplant und bestritten hatte und Florian Bison, deutscher Fotograf mit einer Leidenschaft für Sport-, Portrait- und Naturfotografie. Das Erstaunliche: Bevor die Planungen für das Island-Abenteuer konkret wurden, kannten Pana und Flo sich nicht einmal. Erst als Pana sein Vorhaben über Instagram kommunizierte, wurde Flo darauf aufmerksam und fragte, ob er nicht Teil davon werden könnte. Pana war einverstanden und die gemeinsame Planung begann.
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Immer einen Schritt voraus

Während der Vorbereitungen war es vor allem Pana wichtig, sich alle möglichen Risiken der Reise bewusst zu machen. Insbesondere die Wetterbedingungen können in Island sehr wechselhaft sein. Plötzlich aufkommende Winde, Schneestürme in den höheren Lagen und Flüsse mit starker Strömung, die überquert werden müssen, sind nur einige unvorhersehbare Ereignisse. Um möglichst gut gewappnet zu sein, war hier vor allem die Wahl der richtigen Kleidung wichtig: angefangen bei Baselayern, die den Körper wärmen, über wasserabweisende Jacken bis hin zu Überschuhen. Es durfte kein Detail vergessen werden, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Gleichzeitig war beim Packen Minimalismus gefragt, um mit möglichst wenig Gewicht im unwegsamen Gelände unterwegs zu sein.


Von Norden nach Süden

Der erste Tag auf der Insel und gleichzeitig letzte Tag in der Zivilisation diente allein der Vorbereitung. An diesem Tag wurden die Fatbikes wie im Vorhinein geplant mit dem Nötigsten bepackt. Für elf Tage mit 672 Kilometern, 9641 Höhenmetern und 90% unbefestigten Wegen entlang des Gebirgskamms, der die Nordamerikanische und die Eurasische Platte voneinander trennt.
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Nachdem alle Flaschen mit Wasser befüllt, das Essen in kleine Portionen rationiert und der letzte Gang auf eine normale Toilette absolviert wurde, konnte es losgehen.

Der Startpunkt befand sich in einem kleinen Dorf im Norden Islands, Rifstangi. Die ersten Meter auf dem Rad fühlten sich leicht für die beiden an, da der Weg sie über eine gut befahrbare Gravel–Strecke führte. Das Einzige, an das sich die Beiden zunächst noch gewöhnen mussten, waren die Fahrgeräusche ihrer Fatbikes. “Mit dem Geräusch der breiten Reifen, die durch den Schotter rauschten, fühlten sich die Fahrräder wie Panzer an“, berichtet Pana.
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In den folgenden Tagen führte ihre Route die beiden durch Gebiete, die an Mondlandschaften erinnerten, durch endlose Weiten, Matsch und tiefen Sand, der sie zu stundenlangem Schieben zwang – eine körperliche und geistige Herausforderung. Eine beeindruckende Szenerie aus Lavasteinen, Bergen und Vulkanen bestimmte ihren Weg. Etwa auf der Hälfte der Strecke mussten Pana und Flo das durchqueren, was sie die “Gefahrenzone” nannten. Der abgelegenste und wildeste Teil von Island. Furchteinflößende Klippen und zahlreiche Flussüberquerungen, kein Nachschub an Wasser für mindestens zwei Tage.

Hier verbrachten sie auch den insgesamt anstrengendsten Tag der Reise. War am Morgen von Tag 6 die Freude noch groß, als sie morgens beim Öffnen des Zeltes den blauen Himmel sahen und die milden Temperaturen spürten, wich die frühe Anfangseuphorie großer Ernüchterung. Der Untergrund der Strecke bestand einzig aus Sand. Da der Sand aufgrund der fehlenden Feuchtigkeit nicht fest war, war es kaum möglich, mit dem Rad überhaupt ein paar Meter zu fahren. Nach 15 km in vier Stunden, das 45 kg schwere Rad schiebend, waren die Kraft und die Laune am Tiefpunkt: "Schieben, fahren, ausruhen, lachen und fluchen. Und wieder von vorne.”
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Später am Tag folgte die zweite Ernüchterung. Auf der Karte war zu sehen, dass für das Erreichen des Tagesziels ein großer Berg umfahren werden musste. Die beiden hatten versehentlich einen falschen Weg eingeschlagen und mussten nun einen anstrengenden Aufstieg in Kauf nehmen. Das Problem: jedes Mal, wenn beide dachten, sie wären oben angekommen, kam ein neuer Anstieg und sie mussten erneut das schwere Rad schieben. "Unsere Beine schmerzten vom vielen Radfahren, unsere Arme schmerzten vom vielen Schieben und unser Geist schmerzte vom Versuch, motiviert zu bleiben. Wir hatten überhaupt keine Ahnung, wie lange das dauern würde. Definitiv ein echter Mindfuck".

Aber der Moment, dann irgendwann endlich oben angekommen zu sein und das atemberaubende Panorama vor sich zu haben, machte jede Anstrengung vergessen. Das sind die Momente, für die sich die Mühe lohnt. Das Ziel erreicht zu haben, inne zu halten und die unbeschreibliche Natur auf sich wirken zu lassen. "Was wir in dieser Gegend sahen und die Stille, die wir erlebten, werden wir für den Rest unseres Lebens mit uns tragen. Nirgendwo sonst haben wir uns so weit weg von der Zivilisation gefühlt wie in diesem Moment. Hier waren wir allein – auf einem völlig anderen Planeten."

Dieser schon besondere Tag hielt schlussendlich auch noch eine positive Überraschung für Flo und Pana bereit: Völlig unerwartet tauchte gegen Abend eine kleine Hütte am Rande des Bergs auf. Nach erster Skepsis war die Freude riesig, als sie die Tür öffneten. Pana erinnert sich genau: "Im Inneren fanden wir Etagenbetten, Decken, einen Herd, einen Tisch, Stühle, Kerzen, ein altes Transistorradio und Rettungsgeräte. Es sah aus, als wäre es seit Jahrzehnten unberührt gewesen. Schon beim Betreten konnte man sich vorstellen, welche Geschichten sich in dieser Schutzhütte im Laufe der Jahre abgespielt haben müssen. Obwohl es spartanisch war, war es der schönste und einladendste Ort, an dem wir je übernachtet hatten."
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Diesen Abend würden die beiden nicht mehr vergessen. Die Stimmung, inmitten der Einsamkeit, bei Kerzenlicht, der mitgenommenen Flasche Whiskey und ein paar Runden Kartenspiel: "Wir wollten einfach nicht, dass dieser Moment endet".


Fazit

Dieser Tag steht symbolisch für die vielen anstrengenden Stunden, eindrucksvolle Naturerlebnisse und die ein oder andere positive Überraschung, die Pana und Flo auf ihrer Reise durch Island erlebt haben. Sie werden nicht nur sehr lange an wohltuende Bäder in heißen Quellen oder spannenden verlassenen Orte zurückdenken. Sie werden sich auch an die freundlichen und hilfsbereiten Isländer:innen erinnern. Unter anderem tauchten zwei jungen Frauen wie aus dem Nichts mit Schokoriegeln auf, als Flo und Pana bemerkten, dass ihre Nahrungsvorräte knapp werden würden. Ein anderes Mal half eine Rangerin dabei, Flos Handy zu orten, welches er inmitten eines riesigen Lavafeldes verloren hatte.
All diese Erlebnisse trugen schlussendlich dazu bei, dass das Ziel der Reise mehr als erfüllt wurde:

"Da draußen habe ich jede Sekunde in vollen Zügen gelebt. Alle meine Sinne waren verbunden. Ich wurde wieder einmal daran erinnert, dass es das ist, was mich lebendig fühlen lässt." – Pana

"Nicht eine Sekunde lang hatte ich das Gefühl, dass ich irgendwo anders sein sollte, ich war genau da, wo ich hingehörte." – Flo

Nach 11 Tagen erreichten sie schließlich ihr Ziel Kötlutangi im Süden von Island, erschöpft und glücklich.



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Bilder: Florian Bison / www.florianbison.com / @flobison